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Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang

Universität Karlsruhe (TH)

Leseverstehen

Wo der Wind regiert

1Norwegen bereitet sich auf die Zeit nach dem Öl vor, obwohl es nach Saudi-Arabien
2und Russland die Nummer drei im weltweiten Ölexportgeschäft ist. Ausgerechnet
3hier wird zum ersten Mal ein Stromnetz in Betrieb genommen, das ohne einen
4Tropfen fossilen Brennstoff auskommt – eine Generalprobe für den Beginn des
5Wasserstoffzeitalters. Auf der kleinen norwegischen Insel Utsira hat das
6norddeutsche Unternehmen Enercon zwei Windräder aufgestellt. Eines davon
7versorgt ein eigenständiges Stromnetz, das 10 der 70 Inselhaushalte beliefert. Bläst
8der Wind kräftig, liefert das Windrad deutlich mehr Strom als die Haushalte
9benötigen. Dann dient die überschüssige Energie dazu, in einem Elektrolyseur
10Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Dabei wird
11der Wasserstoff in einem Tank gespeichert
 
12Steht das Windrad still, wird der gespeicherte Wasserstoff zur Energieversorgung
13genutzt. Über eine Brennstoffzelle lässt sich die benötigte Energie erzeugen. So
14entsteht ein stabiles Stromnetz, obwohl der Ertrag stark schwankt. Ein Teil des
15gespeicherten Wasserstoffs könnte als Treibstoff für Boote und Autos dienen.
16Umweltfreundlicher geht es nicht: Bei der Verbrennung des gespeicherten
17Wasserstoffs wird nur Wasser frei – Schadstoffe entstehen nicht.
 
18Im Vergleich mit herkömmlichen Windkraftanlagen ist in Utsira vor allem das neu,
19was am wenigsten zu sehen ist: die elektronische Regelungstechnik. Sie hat die
20Aufgabe, dafür zu sorgen, dass aus den schwankenden Erträgen von Windrad und
21Brennstoffzelle haargenau 230 Volt Spannung mit einer Frequenz von 50 Herz
22entsteht – und das in einem höchst labilen Netz. Denn in Utsira treten schon dann
23extreme Verbrauchsspitzen auf, wenn zwei Haushalte gleichzeitig ihre
24Elektroheizungen einschalten. Zur Lösung dieses Problems dreht sich in einem
25Container ein 2,5 Tonnen schweres Schwungrad und speichert bis zu fünf
26Kilowattstunden Energie. Bei einer Netzschwankung kann es sofort Strom liefern
27oder aufnehmen.
 
28Kleinere Reparaturen soll künftig ein norwegischer Techniker ausführen. Bei
29größeren Problemen werden Mitarbeiter aus Schweden oder Deutschland
30eingeflogen. Die schwierigen klimatischen Bedingungen vor Norwegens Küste macht
31Utsira zu einem idealen Ort für das Windkraftexperiment. Wenn die Anlage hier
32funktioniert, kann man sie überall einsetzen, wo kräftiger Wind weht. Weitere
33Einsatzpläne gibt es bereits. So soll eine australische Forschungsstation in der
34Antarktis mit einem Wasserstoffspeicher ausgerüstet werden. Schon jetzt werden
35dort mit dem Strom aus zwei Windrädern drei Viertel der zuvor jährlich verbrauchten
36800 000 Liter Diesel ersetzt. Dank der Wasserstofftechnik will man von dem fossilen
37Brennstoff völlig unabhängig werden. Die auf Utsira erprobte Technik ist auch für
38afrikanische Bergwerksunternehmen im afrikanischen Hinterland geeignet. Denn der
39Treibstoff für die Dieselgeneratoren ist dort teuer und der Nachschub unsicher.
40Eröffnen sich unter solch extremen Bedingungen Einstiegsmöglichkeiten für die
41Wasserstoffwirtschaft? Das ist gut möglich. In den dicht besiedelten Industriestaaten
42wird der Einstieg in die Zukunftsenergie aber noch auf sich warten lassen. Denn
43noch ist Erdöl - auch bei 55 Dollar pro Barrel - zu billig. Auch die Brennstoffzellen-
44Technik ist längst noch nicht ausgereift. Ihr Wirkungsgrad ist schlecht. Zwei Drittel
45der im Wasserstoff gespeicherten Energie gehen bei der Stromerzeugung verloren.
46Außerdem verbraucht die Speicherung des Wasserstoffs Energie. Denn das Gas
47muss zunächst mit einer elektrischen Pumpe verdichtet werden.
 
48Zum Glück ist Utsira seit den sechziger Jahren über ein Kabel mit dem Festland
49verbunden. Sollte im Zusammenspiel von Wind und Wasserstoff etwas schief gehen,
50werden die Häuser Utsiras automatisch wieder an das normale Stromnetz
51angekoppelt. Auch in diesem Fall wäre der Strom immer noch ökologisch erzeugt.
52Denn Norwegen speist sein Stromnetz trotz der gewaltigen Erdöl- und Erdgasvorräte
53zu 100 Prozent aus Wasserkraftwerken – auch das eine regenerative Quelle.
 
54Warum geben sich die Norweger trotzdem mit der Wind – Wasserstoff – Technologie
55so viel Mühe? „Für uns bedeutet das Utsira – Projekt Forschung und Entwicklung“,
56erklärt der norwegische Energiekonzern Hydro, „heute verdienen wir gutes Geld mit
57Öl und Gas. Aber wenn die Vorräte zur Neige gehen, wollen wir mit dem Wasserstoff
58ein Angebot für die Zukunft haben. Norwegen exportiert eben nicht nur fossile
59Brennstoffe, sondern verkauft auch die Technologie für ihre Förderung und Nutzung.
60Und so soll es auch mit dem Wasserstoff werden.“ Deshalb arbeitet Hydro an
61Methoden für den sicheren Transport des explosiven Gases und entwickelt robuste
62Elektrolyseure für die Wasserstoffproduktion an Tankstellen.

Quelle: DIE ZEIT v. 12.8.2004, S.31 f ( bearbeitet von H. Mayer )

Worterklärungen:

fossile Brennstoffe ( 3 ): aus der geologischen Vergangenheit stammende feste, flüssige oder gasförmige Energierohstoffe ( Kohle, Erdöl oder -gas )
schwanken ( 24 ): sich ständig verändern
labil ( 25 ): instabil, schwankend
e Verbrauchsspitze ( 26 ): r maximale Verbrauch
regenerativ ( 51 ): erneuerbar

1. Wie arbeitet die Wind – Wasserstoff – Anlage in Utsira?
Antworten Sie im Nominalstil.

1.1. Was geschieht bei Normalbetrieb? ( 3 P )

  • ______________________________________________________________

1.2. Was geschieht bei kräftigem Wind? ( 3 P )

  • ______________________________________________________________

1.3. Was geschieht bei Windstille? ( 3 P )

  • ______________________________________________________________

2. Warum wird sich in den Industriestaaten in naher Zukunft die Nutzung des Wasserstoffes nicht durchsetzen? (Stichwörter) ( 8 P )

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

3. Bilden Sie eine Überschrift zum sechsten Abschnitt ( Z 45 – 50 ). ( 5 P )

  • ______________________________________________________________

4. Erklären Sie die Bedeutung der unterstrichenen Ausdrücke auf der Grundlage des Textes. Beschreiben Sie sie mit eigenen Worten und in vollständigen Sätzen. Eine Textabschrift wird nicht gewertet.

4.1. ... die überschüssige Energie ... ( Z 9 ) ( 6 P )

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

4.2. „Sollte ...etwas schief gehen ...“ ( Z 49 ) ( 6 P )

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  • ______________________________________________________________

4.3. „Aber wenn die Vorräte zur Neige gehen ...“ (Z 57 ) ( 6 P )

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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

5. Nennen Sie weitere Anwendungsmöglichkeiten einer Wind – Wasserstoff – Anlage wie der in Utsira.
Verfassen Sie ihren Text in eigenen Worten und in vollständigen Sätzen. Sätze oder Satzteile, die Sie aus der Textvorlage abschreiben, werden nicht gewertet.

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Maximale Punktezahl: 50

Wissenschaftssprachliche Strukturen

Formen Sie die Sätze um. Ihre Lösungen sollen inhaltlich mit den vergegebenen Sätzen übereinstimmen. Die Hinweise in den Klammern zeigen ihnen, welche Umformungen Sie durchführen sollen.

1. Eines davon versorgt ein eigenständiges Stromnetz, das 10 der 70 Inselhaushalte beliefert. ( Z. 6 – 7 ) ( 3 P )
(Wandeln Sie den Relativsatz in eine Partizipialkonstruktion um.)

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  • ______________________________________________________________

2. In den dicht besiedelten Industriestaaten wird der Einstieg in die Zukunftsenergie aber noch auf sich warten lassen. ( Z 41 – 42 ) ( 4 P )
(Wandeln Sie die Partizipialkonstruktion in einen Relativsatz um.)

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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

3. Über eine Brennstoffzelle lässt sich die benötigte Energie erzeugen. (Z 13 ) ( 4 P )
(Wandeln Sie die Passivumschreibung in ein Passiv mit Modalverb um.)

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  • ______________________________________________________________

4. Sie hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ... ( Z 18 – 19 ) ( 2 P )
(Ersetzen Sie die unterstrichenen Wörter durch ein Modalverb.)

  • ______________________________________________________________

5. Bei größeren Problemen werden Mitarbeiter aus Schweden oder Deutschland eingeflogen. ( Z 31 – 32 ) ( 3 P )
(Ersetzen Sie den unterstrichenen Ausdruck durch einen konjunktionalen Nebensatz.)

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

6. Die auf Utsira erprobte Technik ist auch für afrikanische Bergwerksunternehmen im afrikanischen Hinterland geeignet. Denn der Treibstoff für die Dieselgeneratoren ist dort teuer und der Nachschub unsicher. ( Z 34 – 36 ) ( 4 P )
(Verbinden Sie die Sätze mit „wegen“.)

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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

6. „Für uns bedeutet das Utsira – Projekt Forschung und Entwicklung“, erklärt der norwegische Energiekonzern Hydro. „Heute verdienen wir gutes Geld mit Öl und Gas. Aber wenn die Vorräte zur Neige gehen, wollen wir mit dem Wasserstoff ein Angebot für die Zukunft haben. Norwegen exportiert eben nicht nur fossile Brennstoffe, sondern verkauft auch die Technologie für ihre Förderung und Nutzung. Und so soll es auch mit dem Wasserstoff werden.“ ( Z 55 – 60 ) ( 5 P )
(Wandeln Sie die direkte Rede in die indirekte Rede um.)

Für _____ _______________das Utsira – Projekt Forschung und Entwicklung,
erklärt der norwegische Energiekonzern Hydro. Heute ___________________
_______ gutes Geld mit Öl und Gas. Aber wenn die Vorräte zur
Neige_____________, ___________ _______ mit dem Wasserstoff ein
Angebot für die Zukunft haben. Norwegen ___________________eben nicht
nur fossile Brennstoffe, sondern _______________ auch die Technologie für
ihre Förderung und Nutzung. Und so ____________ es auch mit dem
Wasserstoff werden.

Maximale Punktezahl: 25

Hörverstehen

Bearbeitungszeit: 40 min

[Anfang der Transkription des Hörtextes]

Vorspann:

In dem folgenden Text geht es darum, wie unser Auge unsere Umwelt bzw. die darin stattfin-
denden Vorgänge wahrnimmt. Er beschreibt den Sehvorgang von der Wahrnehmung der Din-
ge bis zu ihrer Verarbeitung im Gehirn. Außerdem erfahren wir, wie unterschiedlich Männer
und Frauen die Wirklichkeit erfassen. Schließlich wird Ihnen an Beispielen deutlich gemacht,
wie unsere Wahrnehmung uns täuschen kann und welche Gründe dafür in Frage kommen.

Wie uns das Auge im Alltag täuscht (Transkription)

Die wichtigsten Sinnesorgane des Menschen sind die Augen. Aber mit den Augen alleine
kann man nicht sehen. Man braucht dazu das Gehirn. Es verarbeitet die optischen Reize zur
dreidimensionalen Wahrnehmung, wenn es z.B. die unterschiedlichen Bilder der beiden Au-
gen so übereinander legt, dass räumliches Sehen möglich wird.

Wie aber funktioniert nun unser Sehvorgang? Weißes Licht, das alle Farben enthält, fällt auf
einen Gegestand. Ein Teil des Lichtes wird absorbiert, d.h. verschluckt, und ein anderer
Teil davon wird reflektiert, d.h. zurückgeworfen. Dieses reflektierte Licht, also das Abbild
des Gegenstandes, fällt in das Auge. Durch die Linse wird das Licht im Auge gebündelt. Die
Pupille regelt, indem sie ihr Größe verändert, die Menge des einfallenden Lichtes. Bei
Dunkelheit ist sie sehr groß, bei sehr hellem Licht wird sie ganz klein. Das Bild wird
schließlich auf die Netzhaut, auch Retina gennant, projiziert. In der Netzhaut wird das Bild
mit seinen Farben und seinen Kontrasten erkannt und in elektrische Impulse umgesetzt. Der
Sehnerv leitet die Bildformationen an verschiedene Zentren im Gehirn, in denen der Sinn
des Bildes erst erkannt wird, d.h. was es eigentlich darstellt und wie man darauf reagieren
muss.

Unsere Augen sind die Empfangsstation für 80 Prozent aller Wahrnehmungen. Das, was wir
wahrnehmen, nehmen wir also hauptsächlich über unsere Augen auf Jeden Tag vollbringen
unsere Augenmuskeln eine ebenso gewaltige Kraftanstrengung wie ein Sportler während ei-
nes 50-Kilometer-Laufes. Kein anderer Muskel des Körpers bewegt sich so oft wie der Au-
genmuskel, durchschnittlich 100 000 Mal pro Tag. Außerdem vollziehen sich im Gehirn pro
Sekunde Milliarden Rechenvorgänge - wie in einem Computer.

Aber unsere faszinierende Sehzentrale macht auch Fehler - lebensbedrohliche Fehler. 80
Prozent aller Autofahrer gaben in einer Studie an, mindestens einmal in ihrem Leben an ei-
ner roten Ampel nicht angehalten zu haben. Manchmal hat das tödliche Folgen. Die Ursache
ist eine so genannte Blindheit durch Unaufmeksamkeit. Diese Blindheit wird verursacht,
wenn der wichtigste Partner unserer Augen - das Gehirn - gerade auf andere Dinge konzent-
riert ist, z.B. auf die Suche nach einem Parkplatz oder eine Verabredung am Abend. Selbst
wenn die Augen direkt auf die rote Ampel gerichtet sind und sie die rote Ampel eigentlich
sehen müssten, wird die Information und Warnung nicht weitergeleitet, weil die Bahnen im
Gehirn bereits mit Informationen besetzt sind.

Der visuelle Computer im Kopf lässt uns auch in anderen Alltagssituationen immer wieder im
Stich. Wenn z.B. Männer die neue Haarfarbe der Partnerin nicht wahrnehmen, liegt das nicht
unbedingt daran, dass sie keine Ahnung von Farben haben oder ihren Frauen keine Aufmerk-
samkeit schenken. Sie sehen die neue Haarfarbe wirklich nicht. Farbwahrnehmung ist näm-
lich genetisch in den x-Chromosomen gespeichert. Der Vorteil der Frauen besteht darin, dass
sie zwei davon haben und so verschiedene Rottöne voneinander unterscheiden können. Män-
ner dagegen haben mit Farbdifferenzierungen größe Schwierigkeiten, weil sie nur ein Farbgen
besitzen. Menschen sehen nämlich immer noch so wie in der Steinzeit, d.h. Männer sehen
zuerst, was für die Fortpflanzung oder die Jagd von größter Bedeutung ist, nämlich gesunde
Haut, die Garantie für gute Gene, oder den Gesichtsausdruck eines Fremden, der freundliche
oder feindliche Absichten signalisiert. Die Sehfähigkeit der Frauen war hingegen auf das
Beschaffen von pflanzlichen Nahrungsmitteln ausgerichtet - und dabei spielte die Farbwahr-
nehmung eine wichtige Rolle. Die Farbe der Früchte wies darauf hin, ob sie giftig oder essbar
waren.

Ein weiteres Phänomen, wie das Gehirn unser Auge täuschen kann, haben Forscher bei fol-
gendem Experiment festgestellt, das auf offener Straße durchgeführt wurde. Es lief folgen-
dermaßen ab: Ein Psychologe fragt eine Versuchsperson nach dem Weg. Während die Person
noch überlegt, laufen zwei Handwerker, die eine Tür tragen, mit der sie die Sicht behindern,
zwischen dem Psychologen und der Versuchsperson hindurch. Während dieser Sekunden
wird der Psychologe gegen einen seiner Kollegen mit völlig anderem Aussehen ausgetauscht.
Die neue Person ist dunkelhaarig statt blond, trägt eine Brille und hat einen Vollbart. Das Un-
glaubliche geschieht: Die Hälfte der Versuchspersonen spricht weiter, als sei nichts geschehen.
Die Wissenschaft spricht von Blindheit gegenüber Veränderungen und liefert folgende
Erklärung dafür: Wenn ein Mensch keine Bewegung wahrnimmt, fällt es ihm extrem schwer,
Veränderungen zu erkennen. Die Wahrnehmungsforscher vom Max-Planck-Institut kommen
dashalb zu folgendem Schluss: „Bei den meisten Unfällen im Straßenverkehr, wenn vor uns
Autos bremsen und wir auffahren, haben wir neurologisch gesehen keine Schuld für unsere
Unaufmerksamkeit. Warum? Weil wir durch die fehlende Bewegung die Veränderung im
Verkehrsfluss nicht rechtzeitig bemerken konnten.“ Aus diesem Grund meinen die Forscher:
Wenn man durch Rücklichter, die beim Bremsen blinken, auf einen Stau aufmerksam ge-
macht würde, ließen sich Auffahrunfälle um 50% reduzieren.

Auch in Stresssituationen sehen wir weniger, denn Streshormone blockieren die Entspan-
nungsfähigkeit der Pupille. Das hat zur Folge, dass sich unser Sichtbereich deutlich verklei-
nert. Ereignisse am Rand des Sichtbereiches werden nur noch zu 20 Prozent wahrgenommen.
Man spricht vom so genannten Tunnelblick, der laut Statistiken der Hauptverursacher aller
Verkehrsunfälle ist. Nach einer durchfeierten Nacht ist es auch deswegen ratsamer für die
Heimfahrt ein Taxi zu bestellen als sich in übermüdetem Zustand hinter das Steuer des eige
nen Wagens zu setzen.

Brüggemann/Werdermann, Universum Auge, www.auge-online.de/wissenswertes (überarbeitet)

5717 Zeichen

[Ende der Transkription des Hörtextes]

Worterklärungen: Das X-Chromosom ist ein Geschlechtschromosom. Welches Geschlect ein Lebewesen hat, wird genetisch durch die Geschlechtschromosomen festgelegt. Beim Menschen ist das 23. Chromosom das Geschlechtschromosom. Bei Frauen ist dieses durch ein Paar X-Chromosomoen ausgeprägt, bei Männer durch ein Paar aus einem X-Chromosom und einem wegen seiner seiner Form Y-Chromosom gennanten Exemplar.

Bearbeiten Sie folgende Fragen und Aufgaben:

1. Nennen Sie in Stichpunkten den Sehvorgang beim Betrachten eines Gegenstandes: ( 20 P )

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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

2. Einerseits vollbringen unsere Augen Höchstleistungen, andererseits machen sie aber auch Fehler.
Beschreiben Sie die Höchstleistungen. ( 20 P )

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

Nennen Sie die Fehler.

  • ______________________________________________________________

Was sind die Gründe dafür?

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

3. Welche unterschiedlichen Wahrnehmungsfähigkeiten haben Männer und Frauen? ( 20 P )

  • Männer:_______________________________________________________
  • Frauen:_______________________________________________________

Was sind die Gründe bei den Männern?

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

Was sind die Gründe bei den Frauen?

  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

4. Beschreiben und erklären Sie das Experiment, in dem die Blindheit gegenüber Veränderungen verdeutlicht wird.
(Vollständige Sätze!)

  • Experiment: ( 20 P )
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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • Erklärung: ( 10 P )
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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

5. Was erfahren Sie über weitere Einschränkungen des Sehvermögens? ( 10 P )
(Vollständige Sätze!)

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  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

Textproduktion

Bearbeitungszeit:60 Minuten
maximale Punktzahl:50
erlaubtes Hilfsmittel:einsprachiges (deutsch-deutsches) Wörterbuch

Die Biographie eines Produkts

(Beschreibung eines Handlungsablaufs)
Textproduktions Schaubild - DSH TH Karlsruhe

Bearbeiten Sie bitte beide Aufgaben in vollständigen Sätzen.

1. Beschreiben Sie anhand des Schaubilds den Weg einer mit einem Computerchip versehenen Getränkedose von ihrer Fertigung bis zu ihrer Entsorgung unter Berücksichtigung der Computersteuerung. Bitte beachten Sie, dass Ihre Beschreibung nicht mehr als 130 Wörter betragen soll. Bitte geben Sie die Wortzahl an. ( 30 P )

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Anzahl der Wörter: ___________

2. Was halten Sie von dieser technischen Begleitung eines Produkts? Bitte beachten Sie, dass ihre Antwort nicht mehr als 70 Wörter betragen soll. Bitte geben Sie die Wortzahl an. ( 20 P )

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Anzahl der Wörter: ___________


Original Version:

Diese Musterprüfung stammt aus dem Studienkolleg der Universität Karlsruhe (TH).

Drückversionen: