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Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang

Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Teil 1: Verstehen und Bearbeiten eines Hörtextes

Deutschland und die PISA-Studie

[Anfang der Transkription des Hörtextes]

1Im Jahr 2000 wurde weltweit die erste PISA-Studie durchgeführt. In dieser Studie wurde der
2Bildungsstand von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in 32 verschiedenen Staaten unter-
3sucht. Damit wollte man überprüfen, wie leistungsfähig die Bildungssysteme der verschiede-
4nen Länder sind.
 
5PISA untersucht die Leistungen der Schüler in drei verschiedenen Kompetenzbereichen: Le-
6sekompetenz, mathematische Grundbildung und naturwissenschaftliche Grundbildung.
7Als die Ergebnisse der ersten PISA-Studie veröffentlicht wurden, war man in Deutschland
8schockiert. Die Leistungen der deutschen Schüler waren viel schlechter, als man erwartet hat-
9te. Fast jeder vierte 15-Jährige kann nur wie ein Grundschüler rechnen und versteht nur ein-
10fachste Texte. Außerdem zeigten die Ergebnisse, dass es in Deutschland weniger gut gelingt
11als in anderen Industriestaaten, Schülerinnen und Schüler mit weniger guten Lernvorausset-
12zungen optimal zu fördern. Dies gilt besonders für leistungsschwache Schüler und für Kinder
13ausländischer Familien. Aber auch im oberen Leistungsbereich werden Spitzenleistungen nur
14von relativ wenigen erreicht. Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit hohen Kompe-
15tenzen ist in Deutschland viel kleiner als in Staaten, die bei der PISA-Studie besser abge-
16schnitten haben. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass in Deutschland Schülerinnen und
17Schüler nicht genug individuell gefördert werden.
 
18Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin beschäftigt sich intensiv mit den
19Ergebnissen der PISA-Studie. Insbesondere wird das deutsche Schulsystem mit den Schulsys-
20temen von Staaten verglichen, die im PISA-Test erfolgreicher abgeschnitten haben. Durch
21diesen Vergleich will man herausfinden, wie das deutsche System verbessert werden kann.
22Besonders interessiert man sich dabei für das Schulsystem von Finnland, das in der PISA-
23Studie Testsieger war.
 
24Der Unterricht an finnischen Schulen ist sehr stark auf individuelle Förderung ausgerichtet.
25Nicht alle Schüler erhalten die gleichen Aufgaben, sondern für jeden Schüler werden indivi-
26duelle Wochenpläne ausgearbeitet. Außerdem wird in Finnland viel in die frühe Förderung
27von Kindern investiert. So benötigen zum Beispiel Kindergärtnerinnen und Kindergärtner seit
28etwa zehn Jahren einen Hochschulabschluss. Eine einfache Ausbildung wie in Deutschland
29reicht nicht aus. Eine Stärke des finnischen Systems könnte auch in der Autonomie der Schu-
30len liegen, denn die Schulen dürfen in Finnland ihre Lehrer selbst aussuchen. Außerdem be-
31müht man sich durch einen systematischen Vertretungsplan darum, dass es keinen Unter-
32richtsausfall gibt.
 
33Die finnischen Verhältnisse sind allerdings nur bedingt mit den deutschen Verhältnissen ver-
34gleichbar. So gibt es beispielsweise zwischen Finnland und Deutschland einen deutlichen
35Unterschied beim Ausländeranteil. Und eine Analyse hat ergeben, dass bereits ein geringer
36Ausländeranteil an Schulen das Bildungsniveau erheblich senkt. In Finnland sind aber nur
37zwei Prozent der Bevölkerung Ausländer. Außerdem besteht für diese Kinder – anders als in
38Deutschland – Kindergartenpflicht, damit sie die Sprache bei Schulbeginn richtig beherr-
39schen. Deshalb gibt es in finnischen Schulen keine Kinder, die nicht richtig Finnisch können.
40Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass man in Finnland an den langen Abenden häufig
41liest oder fernsieht. Und da ausländische Filme nicht synchronisiert werden, sind schon die
42Kinder gezwungen, beim Fernsehen die Untertitel mitzulesen, und zwar schnell mitzulesen.
43Auch bei der Schulgröße gibt es deutliche Unterschiede zwischen Finnland und Deutschland.
4440 Prozent aller finnischen Schulen haben nicht mehr als 50 Schüler und nur drei Prozent al-
45ler finnischen Schulen haben mehr als 600 Schüler. Im Vergleich dazu liegt in Deutschland
46die durchschnittliche Schülerzahl pro Schule bei 600.
 
47Nach diesem Vergleich mit dem finnischen System soll es um ein Merkmal gehen, das viele
48der erfolgreicheren PISA-Staaten gemeinsam haben. Dieses Merkmal ist eine stärker ergeb-
49nisorientierte Systemsteuerung im Vergleich zu Deutschland. Was versteht man unter einer
50ergebnisorientierten Systemsteuerung? Gemeint ist, dass in diesen Systemen regelmäßig Prü-
51fungen stattfinden, um festzustellen, ob die Lernziele tatsächlich erreicht wurden.
52In Staaten wie Australien, Finnland, den Niederlanden, Schweden oder den USA wird regel-
53mäßig auf nationaler oder regionaler Ebene geprüft. Oberflächlich betrachtet scheinen diese
54Systeme etwas sehr Ähnliches zu tun. In der praktischen Umsetzung bestehen jedoch einige
55Unterschiede. Und es lohnt sich, diese Unterschiede genauer zu betrachten.
56Ein zentrales Thema der Bildungsdiskussion in den USA ist das Problem der Vorbereitung
57von Tests. In den Bundesstaaten werden verschiedene Tests eingesetzt, um die Standards zu
58sichern. Für die Beurteilung der Schulen und teilweise auch einzelner Lehrkräfte hängt viel
59von diesen Tests ab. Daher wird offenbar der Unterricht zum Teil darauf reduziert, die Schü-
60lerinnen und Schüler auf diese Tests vorzubereiten. Diese Tendenz wird zum Beispiel an der
61folgenden Äußerung eines amerikanischen Lehrers deutlich, der meinte: „Ich muss jetzt mit
62dem Unterricht aufhören, um meine Schüler auf den Test vorzubereiten.“
 
63In anderen Staaten scheint die Vorbereitung auf Tests dagegen weniger ein Problem zu sein.
64Das ist vermutlich vor allem auf die Konzeption der Aufgaben zurückzuführen. In den Nie-
65derlanden beispielsweise werden regelmäßig nationale Schulleistungstests durchgeführt. In
66diesen Tests geht es nicht primär darum, Wissen abzufragen. Die Aufgaben verlangen viel-
67mehr, dass die Schüler ihre vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten flexibel in neuen Kon-
68texten anwenden. Deshalb ist es kaum möglich, gezielt für solche Tests zu üben. Im Idealfall
69setzen die Aufgabenstellungen nämlich voraus, dass die Inhalte tatsächlich verstanden worden
70sind. Das Problem der Testvorbereitung, wie es in den USA existiert, scheint es in den Nie-
71derlanden deshalb nicht zu geben.
 
72Auch in Schweden sind Leistungstests in ähnlicher Weise konzipiert. Deshalb ist der Unter-
73richt nicht auf Wissen beschränkt, das man einfach abfragen kann. Allerdings gibt es in
74Schweden eine andere negative Entwicklung. Hier scheinen sich die Tests negativ auf die
75Schwerpunktsetzung zwischen den Fächern auszuwirken. So berichten schwedische Kolle-
76ginnen und Kollegen davon, dass die drei Fächer, für die es nationale Tests gibt, intensiver
77unterrichtet werden als andere Fächer, für die es keine Tests gibt. Die Testfächer sind Schwe-
78disch, Englisch und Mathematik. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werden nun in
79Schweden auch Tests in zusätzlichen Fächern eingeführt.
 
80Für Deutschland wird die Qualität der Standards und der Tests also entscheidend bestimmen,
81ob das, was mit möglichen Veränderungen erreicht werden soll, auch tatsächlich erreicht
82wird.

(Wörter: 931 / Zeichen mit Leerzeichen: 6873)

[Ende der Transkription des Hörtextes]

Worterklärungen und Vorentlastungen

  • PISA: steht für "Programme for International Student Assessment". Das Programm wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt.
  • Lernvoraussetzungen: Bedingungen, die Einfluss darauf haben, wie gut oder schlecht jemand lernt.

Fragen und Aufgaben

1. In wie vielen Ländern wurde die PISA-Studie durchgeführt?

  • __________________________________________________________________

2. Welche Schwächen des deutschen Bildungssystems zeigte die PISA-Studie? Nennen Sie zwei Schwächen! (Stichworte)

  • __________________________________________________________________
    __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
    __________________________________________________________________

3. Was ist das Ziel des Max-Planck-Instituts? (Satz)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

4. Nennen Sie drei mögliche Gründe für ein besseres Abschneiden der finnischen Schüler! (Stichworte)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

5. Warum sind die finnischen Verhältnisse nur begrenzt mit den deutschen Verhältnissen vergleichbar? Nennen Sie drei Gründe! (Stichworte)

  • __________________________________________________________________
    __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
    __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
    __________________________________________________________________

6. Welche Gemeinsamkeit haben viele erfolgreichere PISA-Staaten? (Satz)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

7. Welches Bildungsproblem gibt es in den USA und wie lässt sich dieses Problem vermeiden (Beispiel: Niederlande und Schweden)? (Antworten Sie in Sätzen)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

8. Welche negative Entwicklung gibt es im schwedischen Schulsystem? (Satz)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Teil 2: Vorgabenorientierte Textproduktion

Schreiben Sie einen Text zum Thema „Kommunikation“ mit einer Länge von ca. 200 Wörtern.

  • Vergleichen Sie die Funktionen der persönlichen Kommunikation (face-to-face), der Kommunikation per E-mail und der Kommunikation per Telefon. Wofür sind die einzelnen Kommunikationsformen besonders gut geeignet?
  • Erläutern Sie anhand von zwei Beispielen, wie sich Kommunikation durch die Einführung von E-mail verändert hat.
  • "Kommunikation von Angesicht zu Angesicht (face-to-face-Kommunikation) ist besser als andere Kommunikationsformen wie Briefe, E-mail oder Telefongespräche." Stimmen Sie dieser Ansicht zu oder nicht? Begründen Sie Ihre Meinung und unterstützen Sie Ihre Ansicht durch zwei bis drei konkrete Beispiele.

Gliedern Sie Ihren Text in zwei Abschnitte. Bearbeiten Sie im ersten Abschnitt Aufgabe 1 und 2, indem Sie sich sachlich und objektiv zu den drei Kommunikationsformen äußern (Zeit: ca. 30 Minuten). Bearbeiten Sie im zweiten Abschnitt Aufgabe 3, indem Sie Ihre persönliche Meinung zu den Kommunikationsformen äußern (Zeit: ca. 30 Minuten). Abschnitt 1 und 2 sollen inhaltlich verbunden sein. Achten Sie auf eine klare inhaltliche Gliederung.

Schreiben Sie auf die beigefügten Schreibbögen. Verwenden Sie für Entwürfe und Notizen das beiliegende Konzeptpapier. Alle Blätter müssen abgegeben werden.

Gewertet wird nur der Text auf dem Schreibbogen.


Teil 3: Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes

Telefonieren übers Internet

1Das Telefonieren ist immer noch die wichtigste Art, um über größere Entfernungen mitein-
2ander zu kommunizieren. Doch in den nächsten Jahren wird das Telefon allmählich mit dem
3Internet verschmelzen.
 
4In den letzten Jahren hat sich bei der telefonischen Datenübertragung einiges verändert. So
5wandern Sprache und Daten beispielsweise nicht mehr als akustische Signale durch die Lei-
6tung, sondern werden digital als Einsen und Nullen verschickt – vielerorts nicht mehr durch
7Kupferkabel, sondern durch Glasfaserleitungen.
 
8Trotz Einführung vieler Neuerungen basiert Telefonie auch heute noch auf dem Prinzip der
9Leitungsvermittlung: Ein Teilnehmer wählt die Telefonnummer seines Gesprächspartners.
10Nimmt der das Gespräch an, wird eine Leitung über eine oder mehrere Vermittlungsstellen
11zwischen den beiden Teilnehmern geschaltet. Die komplette Leitung bleibt bestehen, solange
12die beiden miteinander sprechen. Während der Gesprächsdauer steht für die Leitung die volle
13Bandbreite zur Verfügung, auch wenn sie, etwa in Gesprächspausen, nicht genutzt wird. Das
14bedeutet, dass ein großer Teil an Übertragungskapazität blockiert wird, obwohl er für das
15Gespräch gar nicht benötigt wird.
 
16Das Telefonat der Zukunft wird nicht mehr über eine exklusiv geschaltete Leitung geführt.
17Stattdessen werden die Worte in kleine Datenpakete zerlegt und über das Internet verschickt.
18Das Internet-Protokoll (IP) bietet die Möglichkeit, Texte ebenso wie Bilder, Videos und Töne
19zu übertragen.
 
20Um Sprache via Internet zu verschicken, muss sie zuerst wie beim Telefon von akustischen in
21digitale Signale verwandelt werden. Anders als bei der herkömmlichen Telefonie werden die-
22se dann in Pakete zerlegt und per Internet zum Adressaten übertragen. Damit sie auch an der
23richtigen Stelle ankommen, werden sie - ähnlich wie Pakete in der greifbaren Welt – mit einer
24Adresse versehen. Die Vermittlungsrechner ("Router") lesen die Adressen und leiten sie ent-
25sprechend weiter. So können die einzelnen Pakete eines Telefonats unterschiedliche Wege
26durch das Netz nehmen und trotzdem am selben Ziel ankommen. Dort werden sie wieder zu-
27sammengesetzt und als Sprache über den Hörer ausgegeben.
 
28Die ersten Anwendungen für Internet-Telefonie (Voice over IP = VoIP) tauchten bereits Mitte
29der neunziger Jahre auf. Allerdings waren die ersten Versuche technisch noch recht unbehol-
30fen: Beide Gesprächspartner mussten die gleiche Telefon-Software, so genannte Softphones,
31installiert haben. Gesprochen wurde mit einem an den Computer angeschlossenen Headset.
32Da beide Gesprächspartner online sein mussten, waren spontane Anrufe schwierig. War die
33Verbindung schließlich aufgebaut, ließ oft die Sprachqualität zu wünschen übrig. Zwar gibt es
34auch heute noch Softphones, doch es besteht auch die Möglichkeit, unabhängig vom Compu-
35ter per Internet zu telefonieren: Das IP-Telefon wird einfach an den DSL-Router angeschlos-
36sen, und schon kann man über das Internet telefonieren.
 
37Drei Faktoren beeinflussen die Qualität von paketvermittelten Telefongesprächen: die Lauf-
38zeiten der Datenpakete, die Verzögerung bei der Sprachübertragung und schließlich die
39Wahrscheinlichkeit, dass Datenpakete komplett verloren gehen. Sind die einzelnen Daten-
40pakete unterschiedlich lange unterwegs, ist der Gesprächspartner nicht mehr richtig zu ver-
41stehen. Um die Laufzeiten auszugleichen, werden die Paketchen zwischengespeichert – aber
42nicht zu lange, da dann die Verzögerungen im Gespräch zu groß werden. Ab etwa 250 Milli-
43sekunden wirkt die Verzögerung störend. Gehen Datenpakete bei starker Belastung der Netze
44verloren, kommt es sogar zu Aussetzern. Wegen der inzwischen bereit stehenden deutlich hö-
45heren Kapazitäten an Bandbreite - etwa über DSL-Verbindungen - hat sich die Sprachqualität
46in den letzten Jahren allerdings deutlich verbessert.
 
47Viele Nutzer empfinden die Qualität jedoch als zu perfekt: Ihnen fehlt das vertraute Hinter-
48grundrauschen des alten Analogtelefons. Schweigt der Gesprächspartner, ist in der Leitung
49nichts zu hören. Sie ist wie tot. Die digitale Stille verunsichert manche Anwender. Die Anbie-
50ter von VoIP haben Abhilfe geschaffen, indem sie das bekannte Rauschen simulieren, was die
51Kunden weit zufriedener macht.
 
52Für Unternehmen eröffnet VoIP ein enormes Sparpotential: Mit dieser Technologie kann die
53IT-Infrastruktur sowohl für die Datenübertragung als auch zum Telefonieren benutzt werden.
54Eine extra Telefonanlage ist nicht mehr nötig. Außerdem bietet VoIP für wachsende Unter-
55nehmen, die häufig in neue Büroräume umziehen, einen Vorteil in Sachen Bequemlichkeit:
56Die Mitarbeiter verbinden ihr Telefon einfach mit der Datendose am neuen Arbeitsplatz und
57sind sofort wieder unter ihrer gewohnten Rufnummer erreichbar.
 
58Doch Geld sparen nicht nur die Anwender, auch Netzbetreiber und Diensteanbieter können
59Kosten reduzieren. So erfordert die Internet-Telefonie weniger Bandbreite, da die Netze nur
60durch die tatsächlich übertragenen Daten belastet werden. Auch die technische Infrastruktur
61ist in Anschaffung und Betrieb deutlich günstiger als die klassische Telefon-Infrastruktur.
62Die Tage der leitungsvermittelten Telefonie dürften deshalb bald zu Ende sein. Experten
63gehen davon aus, das bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts alle Telefonate in Europa über
64das Internet abgewickelt werden.

(716 Wörter - 5265 Zeichen mit Leerzeichen)

Worterklärungen:

  • verschmelzen: zu einer Einheit werden
  • Headset: Kombiniertes Gerät mit Kopfhörer und Mikrophon
  • aussetzen: für eine Zeit nicht aktiv sein
  • s Rauschen: andauerndes, meist leises Geräusch

Fragen und Aufgaben

1. In den vergangenen Jahren gab es zwei wichtige Veränderungen bei der telefonischen Datenübertragung, die inzwischen allgemeiner Standard sind.
Nennen Sie diese zwei Veränderungen! (Stichworte)

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    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________

2. Wie wird sichergestellt, dass per Internet verschickte Datenpakete den richtigen Empfänger erreichen? (Satz)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

3. Nennen Sie drei Nachteile der ersten VoIP-Telefonate! (Stichworte)

  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________

4. Bei VoIP-Telefonaten kann es zu Verzögerungen und Aussetzern kommen.
Nennen Sie drei mögliche Gründe dafür! (Stichworte)

  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________

5. Warum erzeugen Anbieter von VoIP künstliches Rauschen in der Leitung? (Satz)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

6. Nennen Sie zwei Vorteile des VoIP für Unternehmen! (Stichworte)

  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
  • _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________
    _______________________________________________________________

7. Aufgabe zum Gesamttext:
Erklären Sie den Satz des ersten Abschnittes: In den nächsten Jahren wird das Telefon allmählich mit dem Internet verschmelzen. (Schreiben Sie zwei bis drei Sätze!)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

8. Aufgabe zum Gesamttext:
Warum wird die Übertragungskapazität beim VoIP besser genutzt als bei leitungsvermittelten Telefonaten? (Antworten Sie in Sätzen!)

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
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  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Aufgaben zu den wissenschaftssprachlichen Strukturen

In manchen Sätzen sind die Satzteile unterstrichen, die umgeformt werden sollen.

Formen Sie die Präpositionalphrase in einen Nebensatz um! (Verbalisierung)

1. Trotz Einführung vieler Neuerungen basiert Telefonie auch heute noch auf dem Prinzip der Leitungsvermittlung.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Nominalisieren Sie den Infinitivsatz!

2. Das Internet-Protokoll bietet die Möglichkeit, Texte, Bilder, Videos und Töne zu übertragen.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Bilden Sie einen Passivsatz!

3. Drei Faktoren beeinflussen die Qualität von paketvermittelten Telefongesprächen.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Bilden Sie einen Aktivsatz!

4. Sind die einzelnen Datenpakete unterschiedlich lange unterwegs, ist der Gesprächspartner nicht mehr richtig zu verstehen.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Formen Sie das Partizipialattribut in einen Relativsatz um!

5. Wegen der inzwischen bereit stehenden deutlich höheren Kapazitäten an Bandbreite hat sich die Sprachqualität in den letzten Jahren deutlich verbessert.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Ersetzen Sie die Funktion des Modalverbs durch ein anderes sprachliches Mittel!

6. Die Tage der leitungsvermittelten Telefonie dürften bald zu Ende sein.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Bilden Sie einen Nebensatz mit Konjunktion!

7. Schweigt der Gesprächspartner, ist in der Leitung nichts zu hören.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Worauf bezieht sich

  • 8.1 sie (in Zeile 17) ___________________________
  • 8.2 diese (in Zeile 25/26) ___________________________ ?

Formen Sie den Relativsatz in ein Partizipialattribut um!

9. Außerdem bietet VoIP für wachsende Unternehmen, die häufig in neue Büroräume umziehen, den Vorteil der Bequemlichkeit.

  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________
  • __________________________________________________________________

Formen Sie in die indirekte Rede um!

10. Experten meinen: „Telefontarife sind zwar längst nicht mehr so hoch wie früher, dennoch lässt sich mit einem Telefonat über den Computer noch kräftig Geld sparen.“

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Original Version:

Diese Musterprüfung stammt aus dem Sprachzentrum der Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig.

Drückversionen: