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Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang

Musterprüfung der Universität Erfurt

Teil 1: Verstehen und Bearbeiten eines Hörtextes

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[Anfang der Transkription des Hörtextes]

Sehr geehrte Damen und Herren,

jedes Jahr am 31.Oktober gedenken die evangelischen Christen in einem Gottesdienst Martin Luthers, der an jenem Tag im Jahr 1517 seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche angeschlagen hat.
Ich möchte in diesem Zusammenhang über die Bedeutung Martin Luthers für die deutsche Sprachentwicklung sprechen.

Das Thema meines Vortrags lautet:

Martin Luther – die deutsche Bibel und die deutsche Sprache

Ich habe meinen Vortrag wie folgt gegliedert:

  • Wer war Martin Luther?
  • Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche
  • Die Verbreitung der Lutherbibel über die deutschen Sprachgrenzen hinaus
  • Luthers Verdienste um die deutsche Sprachentwicklung

Zum Gliederungspunkt Nr. 1: Wer war Martin Luther?
Martin Luther wurde am 10. November 1483 geboren und starb am 18. Februar 1546.

Im Jahre 1505 trat er ins Erfurter Augustinerkloster ein und widmete sich theologischen Studien. Immer mehr geriet er mit der Kirche in Konflikt. Durch intensives Bibelstudium und durch ältere reformatorische Schriften gelang er zu einer neuen Auffassung des Christentums. Eine seiner Schriften trug den Titel „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Luther meinte mit dieser Freiheit, von den Gesetzen der alten Kirche und vor allem von der Herrschaft des Papstes in Rom frei zu sein. Er war der Begründer des deutschen Protestantismus. In seinen 95 Thesen trat Martin Luther gegen den Missbrauch des kirchlichen Ablasshandels auf. Durch den Widerstand der Kurie wurde er zu immer entschiedenerer Kritik der Lehre und Praxis der katholischen Kirche getrieben.

Luther sollte seine Lehren widerrufen. Auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1521 lehnte er dies aber ab. Danach gewährte ihm sein Landesherr, Kurfürst Friedrich III., Zuflucht auf der Wartburg. Die Wartburg ist eine alte Burg aus dem 11. Jahrhundert. Sie steht auf einem Felsen bei Eisenach in Thüringen. Man nannte sie früher den „Mit telpunkt Deutschlands“. Im Jahr 1521 begann dort Martin Luther das Neue Testament ins Deut sche zu übersetzen. Kein anderes Buch hat die deutsche Sprache so stark geprägt wie Luthers Übersetzung der Bibel. Die einzige Quelle des Glaubens – so lehrt Luther – ist die Bibel. Jetzt komme ich zum zweiten Gliederungspunkt: Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Eine gute deutsche Bibel gab es damals nicht. Zwar gab es Übersetzungsversuche aus dem Lateinischen, aber diese waren ungenau und für viele kaum zu verstehen. Luther stand also vor einer schwierigen Aufgabe: Er musste die Bibel neu übersetzen. Sein Ziel war jedoch nicht eine Übersetzung aus einer Übersetzung, sondern eine für alle verständliche Übertragung aus dem griechischen Original ins Deutsche. Aber was hieß „ins Deutsche“? Das Volk sprach Dialekte. Wie wir von Luther selbst wissen, verstanden Leute aus dem Norden und aus dem Süden Deutschlands einander fast nicht. Nur die gebildeten Menschen konnten sich leicht verständigen: Ihre internationale Sprache war das Latein.

Zur Zeit Luthers gab es in Deutschland viele kleine Staaten und Reichsstädte. Ihre Verwaltungen, die sogenannten „Kanzleien“ brauchten eine Sprache, welche auch für die Bürger verständlich war, die nicht die lateinische Sprache konnten. So entstand das Bedürfnis nach einer einheitlichen deutschen Sprache, vor allem einer einheitlichen Schriftsprache. Doch der Schriftverkehr der Kanzleien führte nicht zu diesem Ziel. Es bildeten sich vielmehr verschiedene „Schreiblandschaften“ mit ganz unterschiedlichen „Schreibformen“ der Wörter, die immer noch stark von Dialekten geprägt waren. Luthers Dialekt war das Ostmitteldeutsche, das in Thüringen und Sachsen gesprochen wird. Dies war ein glücklicher Umstand, denn das Mitteldeutsche bildet die sprachliche Brücke zwischen dem Oberdeutschen im Süden und dem Niederdeutschen im Norden. Auch im sprachlichen Sinn war also Luthers Heimat die Mitte Deutschlands. Dennoch konnte Luther nicht einfach in seine Mundart übersetzen. Er musste versuchen, so zu schreiben, dass möglichst alle Deutschen ihn verstanden. Viele mundartliche Ausdrücke konnte er deshalb nicht verwenden. Luther kannte die „Schreibformen“ der sächsischen Kanzlei und verwendete sie. Aber deren komplizierten Stil, der an das Latein erinnerte, lehnte er ab. Nicht nur die gebildeten Menschen sollten die Bibel verstehen, sondern alle. Sein Vorbild war daher nicht die Sprache der Gelehrten, sondern die des einfachen Volkes. Die Lutherbibel wurde ein Meisterwerk und zugleich das erfolgreichste Buch in der deutschen Sprache bis zum heutigen Tag. 1522 beendete Martin Luther auf der Wartburg die Übersetzung des Neuen Testaments.

Im dritten Gliederungspunkt möchte ich etwas zur Verbreitung der Lutherbibel über die deutschen Sprachgrenzen hinaus sagen. In den folgenden zwei Jahren sind in Wittenberg nicht weniger als 15 Auflagen mit je 3000 Exemplaren und 66 Nachdrucke in anderen deutschen Städten erschienen – in einer Zeit, als viele Menschen noch gar nicht lesen konnten. 1534 erschien die Gesamtausgabe „Biblia, das ist die ganze Heilige Schrift deutsch“. Sie wurde das „Volksbuch“ der Deutschen. In wenigen Jahren nach 1522 übersprang die Wirkung der Lutherbibel die deutschen Sprachgrenzen.1526 druckte Tyndall, ein Schüler Luthers, seine englische Bibel in Deutschland. 1524 erschien das Neue Testament in dänischer und 1525 in niederländischer Sprache. Schweden erhielt sein Neues Testament im Jahre 1526, Island 1540 und Finnland 1548.

Abschließend noch einige Ausführungen zu Luthers Verdienst um die deutsche Sprachentwicklung. Die Sprache Luthers hat die deutsche Hochsprache geprägt, wie wir sie heute sprechen und schreiben. Dies gilt für die Aussprache, für die Wortformen und den Wortschatz nicht weniger als für den Stil. Viele Redewendungen und Sprichwörter stammen aus der Lutherbibel, z. B. „Recht muss doch Recht bleiben“, „Unrecht Gut gedeihet nicht“ oder „Das Werk lobt den Meister“. Zahlreiche Wörter hat Luther neu geschaffen, wie „friedfertig“ und „Herzenslust“, andere wie „Einfluss“ und „geistreich“, wurden durch Martin Luther in die Schriftsprache aufgenommen, ebenso das schöne Wort „die Muttersprache“. Mitten in der Zeit des Zerfalls des alten deutschen Reiches legte so Luther die Grundlage für eine gemeinsame deutsche Sprache und eine gemeinsame deutsche Kultur.

(Nach: Zettl, Erich: Porträts – Große Menschen in ihrer Zeit. Hueber Verlag 2000)

[Ende der Transkription des Hörtextes]

Worterklärungen:

  • die These – aufgestellte Behauptung, aufgestellter Leitsatz
  • die Kurie – päpstliche Zentralbehörde
  • der Kurfürst – Fürst, der das Recht hatte, den deutschen König mitzuwählen
  • das Neue Testament – der Teil der Bibel, der über das Leben Jesu berichtet
  • der Zerfall – der Untergang, Zusammenbruch
  • die Reichsstadt – eine fast selbstständige Stadt, die nur dem Kaiser unterstand
  • die Kanzlei – das Büro
  • die Mundart (mundartlich) – gesprochene Sprache einer Gegend
  • Wittenberg – Name einer Stadt
  • die Auflage – alle Exemplare eines Buches, die auf einmal gedruckt worden sind
  • der Nachdruck – hier: der zweite oder weitere Druck eines Buches
  • die Heilige Schrift – die Bibel
  • die Hochsprache – über den Mundarten und der Umgangssprache stehende genormte Sprache (Standardsprache)
  • Namen: Martin Luther, Tyndall, Kurfürst Friedrich III.

Aufgaben zum Hörtext: Die deutsche Bibel und die deutsche Sprache

Arbeitszeit: 50 Minuten

Beantworten Sie folgende Fragen.

1. Im ersten Abschnitt erfahren Sie einiges über Martin Luther. Nennen Sie vier Fakten aus seinem Leben. (Antworten Sie in Stichworten.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

2. Martin Luther übersetzte das Neue Testament ins Deutsche.

  • In welchem Jahr begann er mit der Übersetzung? (Antworten Sie in Stichworten.)
    ________________________________________________________________
  • Wo übersetzte er das Neue Testament? (Antworten Sie in Stichworten.) ________________________________________________________________

3. Erläutern Sie, warum diese Übersetzung für Luther eine schwierige Aufgabe war. (Antworten Sie in Sätzen.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

4. Was musste Martin Luther bedenken, als er die Bibel aus dem griechischen Original ins Deutsche übersetzte? (Antworten Sie in Sätzen.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

5. Luthers Dialekt war das Ostmitteldeutsche. Weshalb war dies ein glücklicher Umstand? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

6. Welches Ziel verfolgte Luther mit seiner Übersetzung? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

7. Was war Vorbild für ihn? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

8. In welchem Jahr schloss er die Übersetzung ab? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________

9. Ordnen Sie die Jahreszahlen den Ländern bzw. den Sprachen zu, in denen das Neue Testament erschien. (Antworten Sie in Stichworten.)

  • 1524 ___________________________________________________________
  • 1525 ___________________________________________________________
  • 1526 ___________________________________________________________
  • 1540 ___________________________________________________________
  • 1548 ___________________________________________________________

10. Im letzten Abschnitt wird darüber gesprochen, wie die Sprache Luthers die deutsche Hochsprache geprägt hat. Geben Sie den Inhalt mit eigenen Worten wieder. (Antworten Sie in Sätzen.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

Teil 2: Vorgabenorientierte Textproduktion

Arbeitszeit: 60 Minuten

Bearbeiten Sie eine der folgenden Aufgaben. Schreiben Sie dazu ca. 150 Wörter.

Vorgabenorientierte Textproduktion: Bild
Variante 1:

Interpretieren Sie folgende Grafik zur Rolle von Fremdsprachen in der Europäischen Union (EU). Vergleichen Sie die Situation in Europa und speziell in Deutschland mit der Situation in Ihrem Land. Welche Bedeutung hat das Lernen von Fremdsprachen für Sie persönlich?

Variante 2:

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.“ Frank Harris (1856-1931), amerikanischer Schriftsteller Nehmen Sie zu diesem Zitat von Frank Harris Stellung. Gehen Sie dabei auf Ihre persönlichen Erfahrungen beim Lernen von Fremdsprachen ein und berichten Sie auch über Begegnungen und Erfahrungen mit anderen Kulturen.


Teil 3: Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes

Das DWDS - Christiane Fellbaum schreibt am neuen deutschen Wörterbuch mit

1Als der Mensch die Sprache schuf, hat ihm kein Ingenieur geholfen. So ist
2manches durcheinander geraten: Bedeutungen, Satzbau, Logik. Ein Wort
3bedeutet vieles. Viele Synonyme meinen das Gleiche. Ausdrücke wie in
4die Binsen gehen haben nichts mehr mit der Binse zu tun. Christiane
5Fellbaum stellt sich vor, sie würde vom Mars zur Erde geschickt, um als
6Ingenieurin eine perfekte Sprache zu schaffen: Sie wüsste genau, was sie
7vermeiden würde. Polysemie käme ihr nicht in die Tüte: Eine Bank wäre
8nur ein Geldinstitut. Und nicht auch noch eine Sitzgelegenheit im Park.
 
9Wörterbücher aber erwecken den Anschein, Sprache ließe sich linear
10gliedern, z.B. beginnt das Langenscheidt Großwörterbuch DaF bei A und
11endet bei Zyste. Die Mitarbeiter am Deutschen Wörterbuch der Brüder
12Grimm, einem 24 Bände umfassenden Wörterbuch, haben mehr als
13hundert Jahre an ihrem Werk gearbeitet. Als sie es 1960 beendeten, war
14es bereits veraltet. Und so gibt es letztlich kein Wörterbuch, das der
15deutschen Sprache umfassend gerecht würde. Ein Wörterbuch wäre dann
16ideal, wenn es nicht nur Wörter auflistet, sondern Kontexte mitliefert und in
17umfassender Weise in den Gebrauch der Vokabeln einweist.
 
18Vielleicht aber ist ein solches Werk nun im Entstehen begriffen. Seit rund
19zwei Jahren beschäftigen sich Linguisten und Programmierer an der
20Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit dem
21ehrgeizigsten Sprachprojekt hierzulande. Das Digitale Wörterbuch der
22Deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts (DWDS) soll mehr als eine
23halbe Milliarde Wörter umfassen. Das Werk wird nie gedruckt werden - es
24hätte den Umfang von 5000 Romanen. Es wird bloß in den Computern
25existieren. Tag für Tag werden Schriftstücke eingelesen: 25 Prozent
26schöne Literatur, 25 Prozent journalistische Prosa sowie Fachprosa,
27Gebrauchstexte und gesprochene Sprache.
 
28Damit der Computer die deutsche Sprache richtig verstehen kann, braucht
29man jemanden, der weiß, wie sich die Sprachschätze elektronisch
30erschließen lassen. Fellbaum arbeitete an der Universität Princeton in den
31USA und half dort, das Konzept WordNet zu entwickeln. Damit kann eine
32Suchmaschine äußerlich und inhaltlich verwandte Begriffe im Nu aus
33riesigen Wortschätzen herausfiltern.
 
34Das Ideenkonzept von WordNet lässt sich anhand des Wortes Rabe
35erklären. Man hört das Wort, registriert es, ohne sich auch Schnabel und
36Flügel und Ei und Federn merken zu müssen. Das Wort Rabe fliegt einem
37zu, es befindet sich im mentalen Lexikon, das jeder mit sich herumträgt.
38Und später, beim Abrufen des Raben im Kopf, passiert Erstaunliches:
39Federn, Schnabel, Nest, Ei – alles da.
 
40Unser mentales Lexikon ist jedem Wörterbuch überlegen, denn es ist nicht
41alphabetisch geordnet. Es ist ein komplexes Netz von Einheiten, die sofort
42assoziativ miteinander verbunden werden. Kommt ein neuer, uns
43unbekannter Vogel geflogen, gesellt er sich im Kopf zu den dort bereits
44versammelten Vögeln.
 
45In den achtziger Jahren versuchte der Linguist George A. Miller
46aufzuzeichnen, wie der Mensch Sprache im Gedächtnis organisiert.
47Sprache ist ein hierarchisch verknüpftes, in alle Richtungen austreibendes
48Gebilde. Den Raben kann man als Teil eines Knotens sehen. In diesem
49Knoten steckt auch die Krähe. Im nächsten Schritt denkt man vielleicht an
50den krähenden Hahn oder an den Rabenvater.
 
51Millers Gedankengebäude ist letztlich wohl daran schuld, dass Christiane
52Fellbaum nach 31 Jahren noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt ist.
53Mit 19 verließ sie Deutschland, studierte historische Linguistik,
54promovierte in Princeton und kommt jetzt als Spitzenforscherin wieder in
55ihre alte Heimat zurück, weil das nach Millers und Fellbaums
56Sprachverständnis programmierte WordNet-Konzept eine gute Basis dafür
57liefert, aus der halben Milliarde Wörter Zusammenhänge zu extrahieren.
 
58Bei der Arbeit am DWDS wird sich Fellbaum auf die Erschließung der
59Kollokationen konzentrieren. Diese Wortverbindungen, die lexikalische
60Einheiten bilden, sollten Lerner auch als sprachliche Einheit lernen. Es
61sind Ausdrücke wie gut und gerne, freie Markwirtschaft oder das
62Handtuch werfen.
 
63Solche Kollokationen kann man semantisch analysieren, etwa indem man
64nach der Herkunft des Begriffs das Handtuch werfen fragt - er stammt aus
65dem Boxsport. Wörter können auch falsch verknüpft werden, wie sich am
66folgenden Beispiel zeigt. Im Deutschen hatte oder ergab vor 20 Jahren
67etwas einen Sinn. Aber weil im angelsächsischen Sprachraum die
68Kollokation aus make und sense gebildet wird, "macht heute in
69Deutschland vieles Sinn", sagt Fellbaum. Das zeigt, dass sich eine
70Sprache unter dem Einfluss einer anderen verändern kann.

(gekürzt und bearbeitet nach: DIE ZEIT 46/2001) - 683 Wörter

Aufgaben zum Leseverstehen

1. Auf welche Probleme beim Erlernen der deutschen Sprache weist der Text hin? Nennen Sie drei davon. (Antworten Sie in Stichworten.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

2. Wie müsste ein ideales Wörterbuch aussehen? (Vervollständigen Sie den Satz im Konjunktiv.) Ein Wörterbuch wäre dann ideal, wenn es

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

3. Warum war das Wörterbuch der Brüder Grimm bereits bei seinem Erscheinen veraltet? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

4. Worin unterscheidet sich das Digitale Wörterbuch von den Wörterbüchern, die Sie benutzen? Nennen Sie drei Fakten. (Antworten Sie in Stichworten.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

5. Erklären Sie mit eigenen Worten das Ideenkonzept von WordNet. (Antworten Sie in Sätzen.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

6. Was sind Kollokationen? (Antworten Sie im Satz.)

  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________
  • ________________________________________________________________

7. Vervollständigen Sie nachfolgenden Lückentext.

Christiane Fellbaum wurde 1950 geboren. Mit 19 Jahren verließ sie Deutschland und studierte __________________________. Sie arbeitete an der ____________________ in den USA, wo sie auch __________________. Dort __________________ sie mit anderen das Konzept für das WordNet. _______________________________ Wörter liefern die Basis für das programmierte WordNet-Konzept. Entstehen soll ein Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts, das nie ____________________ werden soll.

Aufgaben zu den wissenschaftssprachlichen Strukturen

1. Erklären Sie die Bedeutung folgender Wörter/Wortgruppen mit Hilfe des Kontextes und des Wörterbuchs.

  • in die Binsen gehen (Z. 3 bis 4):
    ______________________________________________________________
  • nicht in die Tüte kommen (Z. 7):
    ______________________________________________________________

2. Formulieren Sie die Komposita in Wortgruppen bzw. Relativsätze um.

  • das Großwörterbuch (Z. 10):
    ______________________________________________________________
  • die Spitzenforscherin (Z. 54):
    ______________________________________________________________

3. Formulieren Sie die nominalen Wendungen in verbale um und die verbalen in nominale.

  • etwas ist im Entstehen begriffen
    etwas ________________________
  • etwas lässt sich anhand eines Beispiels erklären
    ________________________

4. Formulieren Sie die Aktivkonstruktionen vollständig in Passivkonstruktionen um.

  • als der Mensch die Sprache schuf (Z. 1):
    ______________________________________________________________
  • den Anschein erwecken (Z. 9):
    ______________________________________________________________

5. Formulieren Sie die Passivkonstruktionen in Aktivkonstruktionen um.

  • das Werk wird nie gedruckt werden (Z. 23):
    ______________________________________________________________
  • Tag für Tag werden Schriftstücke eingelesen (Z. 25):
    ______________________________________________________________

6. Wandeln Sie die Partizipialkonstruktionen in Relativsätze um und die Relativsätze in Partizipialkonstruktionen.

  • Die Mitarbeiter am Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm, einem 24 Bände umfassenden Wörterbuch, haben mehr als 100 Jahre an ihrem Werk gearbeitet.
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________
  • Diese Wortverbindungen, die lexikalische Einheiten bilden, sollten Lerner auch als sprachliche Einheit lernen.
  • ______________________________________________________________
  • ______________________________________________________________

7. Schreiben Sie passende Artikel, Präpositionen bzw. Pronomen in die vorgegebenen Lücken.

Mehr als hundert Jahre haben ________ Mitarbeiter ________ Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm gearbeitet. ________ Wörterbuch umfasst 24 Bände. Doch war es bereits veraltet, als ________ Arbeit am Wörterbuch 1960 beendet wurde. ________ Wörterbuch, ________ der deutschen Sprache umfassend gerecht würde, gibt es letztlich nicht. ________ ideale Wörterbuch listet nicht nur Wörter auf, es liefert auch ________ Kontexte mit. In umfassender Weise führt es darüber hinaus ________ den Gebrauch ________ Vokabeln ein.


Original Version:

Diese Musterprüfung stammt aus dem Sprachzentrum der Universität Erfurt.

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