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Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang

Musterprüfung der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main

Teil 1: Verstehen und Bearbeiten eines Hörtextes

[Anfang der Transkription des Hörtextes]

Frauen in der Wissenschaft

Wie lässt sich die Situation von Frauen in den Wissenschaften beschreiben? Zunächst einmal kann man feststellen, dass sich die Situation von Wissenschaftlerinnen im 20. Jahrhundert gewaltig geändert hat. Noch vor 100 Jahren hielt beispielsweise der berühmte Physiker Max Planck ein wissenschaftliches Engagement von Frauen für unnatürlich. Und wie denkt man heute darüber? Heute wird nicht mehr bezweifelt, dass Frauen genauso wie Männer gute Wissenschaft machen können. In der Frage jedoch, ob Frauen in ihrer Karriere als Wissenschaftlerinnen benachteiligt sind, gibt es keine Übereinstimmung. Ebenso unterschiedlich sind die Ansichten, wenn es darum geht, wer oder was den Frauen die Karriere erschwert.

Im folgenden sollen vier Faktoren dargestellt werden, die möglicherweise erklären, warum es für Frauen immer noch so schwierig ist, in der Forschung Karriere zu machen.

  • Es gibt grundsätzlich zu wenige Frauen, die in der Forschung arbeiten. Das hat zum einen zur Folge, dass dem weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs Vorbilder fehlen, die ihm Motivation und Orientierung geben könnten. Zum anderen hat das zur Folge, dass junge Wissenschaftlerinnen zu wenig gefördert werden. Es gibt nämlich zu wenige Frauen in leitenden Positionen, die die Karriere anderer Frauen unterstützen könnten. Mit anderen Worten: Wenn mehr Frauen in leitenden Funktionen tätig wären, würden auch weitere leichter dazukommen. Das bedeutet also: Auch in Zukunft werden Frauen in Spitzenpositionen der Wissenschaften zu wenig repräsentiert sein.

  • In Deutschland sind Vorurteile im Hinblick auf die spezifischen Rollen von Frauen und Männern in der Gesellschaft besonders stark ausgeprägt. Gerade männliche Vorgesetzte, aber auch Kollegen glauben offenbar fest daran, dass es unmöglich ist, gleichzeitig die Rolle der Mutter und der erfolgreichen Wissenschaftlerin zu übernehmen.

  • Eine weitere Reihe von Vorurteilen betrifft die Führungsqualitäten von Frauen: Noch immer wird von ihnen ein eher dienendes als ein dominierendes Verhalten erwartet. Dies entspricht einem Frauenbild in unserer Gesellschaft, das geprägt ist durch die Rolle der Mutter, Ehefrau oder Sekretärin, aber selten durch gleichberechtigte Kolleginnen oder weibliche Vorgesetzte. Das selbstbewusste Auftreten einer sogenannten „Karrierefrau“ wird häufig als unnatürlich, hart und herrisch interpretiert, während ein solches Auftreten bei Männern in Führungsrollen als normales Verhalten betrachtet wird. Außerdem wird Frauen häufig nicht in gleichem Maße wie Männern zugetraut, umfangreiche organisatorische Aufgaben zu lösen. Darüber hinaus werden Frauen weniger leicht als Vorgesetzte akzeptiert. Auch solche Vorurteile erschweren es ihnen, ihren Beruf auszuüben sowie in Führungspositionen aufzusteigen.

  • Viele Frauen machen die Erfahrung, dass ihre Beiträge in Diskussionen nicht fair und gerecht aufgenommen werden und eine geringere Wirkung haben als die ihrer männlichen Kollegen. Untersuchungen in Schweden belegen sogar, dass die Redebeiträge von Frauen im allgemeinen erheblich schlechter bewertet werden als die von Männern. Wenn schriftliche Arbeiten beurteilt werden, unterscheidet man dagegen nicht zwischen Beiträgen von Männern oder Frauen.

Von diesen vier Faktoren, durch die Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere benachteiligt werden, scheint der zweite, nämlich das immer noch verbreitete Vorurteil, Forschungsarbeit und Familie seien unvereinbar, am schwerwiegendsten zu sein. Aber müssen sich Forschung und Familie wirklich gegenseitig ausschließen?

In anderen, nicht-wissenschaftlichen Berufen sind zwei familienfreundliche Beschäftigungsmodelle verbreitet, die auch für Forscherinnen immer wieder diskutiert werden: 1. Teilzeitbeschäftigung, d.h. eine reduzierte Arbeitszeit, 2. Erziehungsurlaub, das ist die Möglichkeit, sich zur Betreuung eines Kleinkindes eine Zeit lang vom Arbeitgeber beurlauben zu lassen.

Diese Modelle mögen je nach Situation und Forschungsgebiet der richtige Weg sein oder den Frauen wenigstens für kurze Zeit Erleichterung verschaffen. Keines dieser Modelle bietet aber eine wirkliche Lösung des Problems.

Gegen die Anwendung des Teilzeitmodells im Bereich der Forschung spricht, dass sich die Arbeit eines Wissenschaftlers in der Regel nicht auf eine bestimmte Stundenzahl reduzieren lässt. Denn Experimente und Beobachtungen zum Beispiel muss man selbst machen, und ein laufendes Experiment kann in der Regel nicht nach einer bestimmten Stundenzahl unterbrochen oder gar abgebrochen werden. Beobachtungen können bei einem laufenden Experiment nicht einfach auf den nächsten Arbeitstag verschoben werden. Diese Beispiele zeigen, dass eine Teilzeitarbeit in vielen Forschungsbereichen unmöglich ist.

Und wie sieht es mit dem zweiten Modell aus, dem Erziehungsurlaub? Hier lässt sich einwenden, dass längere Berufsunterbrechungen für Forscherinnen eine problematische Sache sind. Man nimmt an wichtigen Entwicklungen und Diskussionen in der Forschung nicht mehr teil und verliert den Anschluss an die aktuelle Forschung. Außerdem besteht die Gefahr, dass ein Teil der bereits erworbenen Kenntnisse in der Zwischenzeit nutzlos geworden ist.

Auch wenn nicht zu erwarten ist, dass sich die Situation der Frauen in der Wissenschaft in nächster Zukunft grundlegend verbessern wird, sollen zum Schluss vier Wünsche vorgetragen werden, die eine erfolgreiche Forscherin, die Medizin-Nobelpreisträgerin des Jahres 2002, geäußert hat. Sie sagte: „Mein erster Wunsch geht an die Frauen: Ich wünsche mir, dass Frauen mehr Mut haben, Leitungsfunktionen zu übernehmen. Mein zweiter Wunsch richtet sich an die Männer: Ich wünsche mir, dass Männer als Vorgesetzte die Kompetenz von Frauen fair und objektiv einschätzen. Ich wünsche mir weiterhin, dass es endlich auch in Deutschland selbstverständlich ist, seine Kinder den ganzen Tag in Kindergärten und Schulen betreuen zu lassen. Und als letztes: viel mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen in Gesellschaft und Politik für die schwierige Situation der Frauen.“

6191 Zeichen mit Leerzeichen bearbeitet nach: Christine Nüsslein-Vollhard: „Mehr Frauen an die Forschungsfront“, in: Die Zeit, Nr. 22, 23.05.2002, S.36.

[Ende der Transkription des Hörtextes]


Aufgaben zum Hörtext: Frauen in der Wissenschaft

Bearbeiten Sie die folgenden Aufgaben ausschließlich aufgrund der Informationen in dem gehörten Text!

1. Kreuzen Sie bei den folgenden Aussagen die richtige Lösung an:

  • Max Planck war der Auffassung, dass die Arbeit von Frauen in der Wissenschaft nicht ihrer Natur entspricht.
    • Ja ___
    • Nein ___
  • Frauen können genauso gut wissenschaftlich arbeiten wie Männer.
    • Wird heute bezweifelt ___
    • Wird heute nicht bezweifelt ___
  • Man stimmt heute darin überein, dass Frauen in ihrer Karriere als Wissenschaftlerinnen schlechtere Bedingungen haben als Männer.
    • Ja ___
    • Nein ___
  • Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, welche Faktoren die wissenschaftliche Karriere von Frauen erschweren.
    • Ja ___
    • Nein ___

2.1. Was bedeutet es für die Karrierechancen von jungen Wissenschaftlerinnen, dass es zu wenige Frauen in der Forschung gibt? Antworten Sie jeweils in Stichworten:

  • ________________________________________________________
  • ________________________________________________________

2.2. Welche Schlussfolgerung wird daraus gezogen?

  • Das bedeutet also_________________________________________
  • ________________________________________________________

3. Selbstbewusstes Auftreten von Männern und Frauen in leitenden Positionen wird in dem Text unterschiedlich bewertet. Wie? Antworten Sie in Stichworten:

  • bei Frauen: _______________________
  • __________________________________
  • bei Männern: _______________________

4. Wie werden nach schwedischen Untersuchungen Redebeiträge und schriftliche Arbeiten von Frauen im Vergleich zu denen von Männern beurteilt? Kreuzen Sie an.

  • Redebeiträge von Frauen:
    • schlechter __
    • gleich gut __
    • besser __
  • Schriftliche Arbeiten von Frauen:
    • schlechter __
    • gleich gut __
    • besser __

5. Durch welches Vorurteil wird die Karriere von Wissenschaftlerinnen am meisten erschwert? Antworten Sie in Stichworten.

  • _________________________________________________________________

6. Geben Sie wieder, was im Text zu dem Modell der Teilzeitbeschäftigung im Bereich der Forschung gesagt wird. Schreiben Sie einen zusammenhängenden Text.

  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________

7. Nennen Sie drei der fünf Wünsche, die die Medizin-Nobelpreisträgerin äußert:

  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________
  • _________________________________________________________________

Teil 2: Vorgabenorientierte Textproduktion zu dem Schaubild: „Was sollten Kinder in der Schule unbedingt lernen?“

„Was sollten Kinder in der Schule unbedingt lernen?“. Ende der 90er Jahre wurde diese Frage ostdeutschen und westdeutschen Bundesbürgern gestellt. Nach Meinung der Befragten waren folgende Lernziele besonders wichtig, wobei mehrere Lernziele gleichzeitig genannt werden konnten (alle Angaben in Prozent):

Graphik: Was sollen Kinder in der Schule unbedingt lernen?

Schreiben Sie bitte einen zusammenhängenden Text (mit einer Einleitung) von 200 Wörtern zu dem Thema: „Was sollten Kinder in der Schule unbedingt lernen?“ Gehen Sie dabei auf folgende Aufgaben ein:

  • * Stellen Sie die Ergebnisse der Umfrage für Gesamtdeutschland dar!
  • * Beschreiben Sie die auffälligen Unterschiede zwischen den Antworten der befragten Westdeutschen und Ostdeutschen!
  • * Was sollen Ihrer Meinung nach Kinder in der Schule unbedingt lernen? Nennen Sie zwei Lernziele, die Sie – auch unabhängig von der Grafik – für besonders wichtig halten, und begründen Sie Ihre Wahl!

Teil 3: Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes

Eine einheitliche Weltzeit

1In früheren Jahrhunderten bediente man sich zur Bestimmung der Tageszeit
2einer ebenso einfachen wie intelligenten Methode: Mittag war es, wenn der
3Stab der Sonnenuhr keinen Schatten mehr warf. Da die Sonne jedoch nicht
4überall zur gleichen Zeit ihren höchsten Stand erreicht, hatte jede Stadt, die
5etwas auf Zeitplanungen hielt, ihre eigene Zeit. Solange Reisende zu Fuß
6oder allenfalls in der Kutsche unterwegs waren, störte das nicht weiter. Erst
7als die Eisenbahn das von immer mehr Reisenden benutzte Verkehrsmittel
8wurde, wurde die lokale Vielfalt zur Last. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es
9in Amerika 144 amtliche Zeiten, und die verschiedenen
10Eisenbahngesellschaften richteten ihre Fahrpläne nach der Ortszeit des
11jeweiligen Unternehmenssitzes aus. Reisende, die in den Zug einer anderen
12Gesellschaft umsteigen wollten, mussten die Zeiten der Fahrpläne
13umrechnen. Dazu hingen in jedem Bahnhof Uhren, die die Zeiten der
14verschiedenen Gesellschaften anzeigten, die den Bahnhof anfuhren. Und um
15die Ankunftszeit zu erfahren, musste man die Gesellschaftszeit wiederum in
16die lokale Zeit des Zielbahnhofs umrechnen.
 
17Es war eine Situation, die nach Veränderung und Verbesserung verlangte.
18Doch es war ein langer Weg, bis es den Weltmächten gelang, sich auf eine
19verbindliche Weltzeit zu einigen. Eine besondere Rolle spielte dabei der
201827 in Schottland geborene und in jungen Jahren nach Kanada
21ausgewanderte Landvermesser und Eisenbahningenieur Sandford Fleming.
22Der baute nicht nur Eisenbahnstrecken, er litt als Reisender auch selbst
23unter den chaotischen Zeitverhältnissen. Im Juni 1876 verpasste der
24Chefingenieur für die größten Eisenbahnbauvorhaben Kanadas auf dem
25Bahnhof des irischen Ortes Bandoran seinen Zug - allerdings nicht, weil er
26sich beim Umrechnen der Zeiten vertan hätte, sondern weil auf dem
27Fahrplan fälschlich p.m. statt a.m.* angegeben war. Noch so ein irrationaler
28Unsinn: den Tag in zweimal zwölf Stunden aufzuteilen, als könne man nicht
29bis 24 zählen.
 
30Flemings Ärger über dieses Missgeschick war so groß, dass er seitdem nur
31noch ein Ziel vor Augen hatte, auf das er nun mit Eifer hinarbeitete: die
32Einführung einer einheitlichen Weltzeit. Doch um dieses Ziel zu erreichen,
33mussten erst einige Probleme aus dem Weg geräumt werden. Schon die
34Frage, wann ein Tag überhaupt beginnt, sorgte für Konflikte. Die
35Astronomen plädierten dafür, den Tagesanfang auf den Mittag festzulegen,
36weil sie eine Störung ihrer nächtlichen Beobachtungen durch den
37Datumswechsel verhindern wollten. Auch nationale Eitelkeiten spielten eine
38Rolle. So stritt man sich darum, welcher Längengrad* als Nullmeridian*
39gelten sollte. Wissenschaftlich gesehen sind alle Längengrade gleich, und
40tatsächlich gab es um 1870 nicht weniger als zehn amtliche Nullmeridiane,
41die alle durch Tradition und Nationalstolz verankert waren. Einige wollten
42deshalb nicht einsehen, warum sie Greenwich, einen Vorort von London, als
43Nullmeridian akzeptieren und damit den Engländern den Vorzug geben
44sollten. Um den nationalen Empfindlichkeiten entgegenzukommen, ersann
45Fleming unter anderem die Idee eines „Anti-Nullmeridians“, der nicht durch
46Greenwich, sondern - genau entgegengesetzt - durch den Pazifik laufen
47sollte. So würde kein Land durchschnitten, keine Nation bevorzugt, und
48dennoch könnte man die weitverbreiteten und geschätzten an Greenwich
49ausgerichteten Karten beibehalten.
 
50Die "Zähmung der Zeit" erforderte vor allem Überzeugungsarbeit und
51Diplomatie. 1884 gelang schließlich auf einer Konferenz die Einigung.
52Neunzehn der fünfundzwanzig damals von Amerika als „zivilisiert“
53anerkannten Nationen hatten Vertreter geschickt, Fleming gehörte als
54Bürger des nicht anerkannten Kanada ehrenhalber zur englischen
55Delegation. Als der Antrag „Greenwich ja oder nein“ zur Abstimmung
56gelangte, verweigerten vor allem die Franzosen lange ihre Zustimmung,
57bevor sie endlich akzeptierten. Vereinbart wurde außerdem, dass der Tag
58um Mitternacht beginnen sollte, sowie die Einrichtung der Zeitzonen
59entsprechend den Längengraden. Die Einführung einer verbindlichen
60Weltzeit war damit beschlossene Sache. Vor allem Eisenbahn und Telegrafie
61trugen dazu bei, sie durchzusetzen.

(Quelle: SZ 23.4.2001; gekürzt und bearbeitet)

*Worterklärungen:

  • a.m. = Zeit von Mitternacht bis 12 Uhr mittags;
  • p.m. = Zeit zwischen 12 und 24 Uhr
  • Längengrad = Meridian: zwischen Nord- und Südpol verlaufende gedachte Nord-Süd-Linie
  • Nullmeridian = der Längengrad Nr. Null

I. Lesen Sie zuerst den Text ganz. Überprüfen Sie anschließend die folgenden Aussagen und entscheiden Sie, ob die Aussage entweder sinngemäß mit dem Text übereinstimmt (Ja) oder nicht (Nein) oder ob der Text dazu nichts sagt (Text sagt dazu nichts).
Markieren Sie die richtige Antwort.

JaNeinText sagt dazu nichts
1. In früheren Jahrhunderten benutzten viele Städte auch innerhalb ein und desselben Landes verschiedene, voneinander abweichende Zeitrechnungen.
2. Mit Hilfe von in Bahnhöfen angebrachten Uhren hatten Reisende in Amerika die Möglichkeit, die unterschiedlichen Zeiten der verschiedenen Eisenbahngesellschaften umzurechnen.
3. Die Einteilung des Tages in zweimal zwölf Stunden war eine vernünftige Maßnahme, damit die Zeitrechnung nicht zu kompliziert wurde.
4. Von seiten der Astronomen plädierte man für eine Fixierung des Tagesanfangs auf den Mittag, um die Möglichkeit zur Forschung in der Nacht nicht zu beeinträchtigen.
5. Nationale Eitelkeiten waren ein Grund dafür, dass die Einführung einer einheitlichen Weltzeit erst nach langwierigen Auseinandersetzungen zustande kam.
6. Durch den Verlauf des von Fleming vorgeschlagenen „Anti-Nullmeridians“ sollten die alten, bisher gebräuchlichen Karten überflüssig gemacht werden.
7. Die Franzosen wollten Greenwich als Nullmeridian nicht akzeptieren, weil sie einen durch ihr eigenes Land verlaufenden Nullmeridian haben wollten.
8. Die Amerikaner vertraten im Konflikt um Greenwich eine neutrale Position.

II. Bitte beantworten Sie alle Fragen in ganzen Sätzen!

1. Was bedeutet der Begriff „lokale Vielfalt“ (Z. 8) in diesem Zusammenhang?

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2. An welchen beiden Beispielen werden die chaotischen Zeitverhältnisse bei Eisenbahnreisen im 19. Jahrhundert illustriert?

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  • ________________________________________________________
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3. Warum nahm Fleming nicht als kanadischer Delegierter, sondern als Mitglied der englischen Delegation an der Konferenz von 1884 teil?

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  • ________________________________________________________
  • ________________________________________________________
  • ________________________________________________________

Teil 4: Verstehen und Bearbeiten wissenschaftssprachlicher Strukturen

I) Formen Sie die unterstrichenen Satzteile um, ohne den Sinn zu verändern.

1. In früheren Jahrhunderten bediente man sich zur Bestimmung der Tageszeit einer ebenso einfachen wie intelligenten Methode.

2. Erst als die Eisenbahn das von Reisenden immer häufiger benutzte Verkehrsmittel wurde, wurde die lokale Vielfalt zur Last.

II) Beantworten Sie die Fragen.

1. Z. 6: "Solange Reisende zu Fuß oder allenfalls in der Kutsche unterwegs waren, störte das nicht weiter." Worauf bezieht sich "das"?

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2. Z. 19: "Eine besondere Rolle spielte dabei ..." Worauf bezieht sich “dabei"?

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3. Z. 24/25: Wer ist mit "der Chefingenieur für die größten Eisenbahnvorhaben Kanadas" gemeint?

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Original Version:

Diese Musterprüfung stammt aus dem Studienkolleg der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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